Herzensanliegen – „Was mich treibt“

Mein Herzensanliegen und „was mich treibt“

Didaktik ist absolut meine Passion … es kommt mir immer wieder so vor, nein es ist so – es war im Grunde nicht meine Absicht, mein Vorhaben – ich wollte beruflich in ganz anderen Sphären landen; doch so manch einer kennt dies, das Leben hat einen anderen Weg für einen bestimmt.

Ich bin auch andere Wege gegangen, doch da bin ich nach zwei Jahren aufgestanden mit den Worten „ich gehe!“ – ich habe eine Kiste genommen, meine Dinge, die am Arbeitsplatz waren zusammen gepackt und bin komplett gegangen, habe meine Überstunden, meine Urlaub geschenkt – es war nicht mein Weg.

Und es grenzte dann wie an ein Wunder, als ich nach Hause kam, war ein Brief im Postkasten, in dem ich angeschrieben wurde, ob ich mir in einem konkreten Bereich die Mitarbeit bzw. meist die (Projekt- oder Bereichs-)Leitung vorstellen könne. Dies war jeweils im pädagogisch-didaktischen Bereich …

Schon früh begann es, dass es mir Erfüllung schenkt, Wissen und Know-how mir Nächtelang und in der freien Zeit zu erarbeiten, um diese dann anwenderorientiert und leicht verständlich zu vermitteln. Irgendwie gelingt mir das auch immer wieder, selbst in spontanen Situationen eine leicht verständliche Erklärung aufzuzeigen, sei es in früheren Kursen der Volkshochschule, an der Universität oder in vielen meiner Seminaren. Dazu gehören – wie oben schon erwähnt – lange Nächte des Lesens von Fachliteratur, am Schreibtisch Konzepte und eigene Unterlagen entwickeln, diskutieren und austauschen mit Kollegen und Kolleginnen aus anderen Fachbereichen – und dann gelingt es mir, dass ich es auf verständliche Weise und anwenderorientiert „rüber bringe“.

Nach mehr als 20 Jahren macht es mir immer noch Freude, so tätig zu sein: Wissen aus alten Traditionen mit jüngster Wissenschaft, neuesten Erkenntnissen und ganz anderen Fachbereichen mit dem alltäglichen Leben und Aufgaben sowie seinen (neuen) Anforderungen zu verknüpfen und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern meiner Vorträge, Seminare und Beratungen zu schenken – und zwar so, dass deren Aufgabe ab jetzt verständlicher wird und damit auch besser gelingt!

Jedes Mal, wenn ich einen Vortrag halte, ein Seminar gebe oder in einer Beratung bin, ist es wie wenn jemand bei mir den Knopf „machine on“ drückt; ich bin im Flow.

Mehr als 35 000 Rückmeldebögen, die nach mehr als zweieinhalb Jahrzehnten immer noch beste Bewertungen attestieren, sind selbst für mich unglaublich.

Es geht mir vor allem immer um eines: nach dem Besuch eines Vortrages, eines Seminars, einer Beratung möge den Menschen, die sich die Zeit genommen haben, mich zu hören, mit mir zu sprechen, an einer meiner Veranstaltung teilzunehmen, etwas besser gelingen. Immer wieder, jedes Mal ist es mir mein Anliegen, das Beste zu geben – ich wundere mich manchmal selbst über mich, wie das alles gelingt – es ist ein Geschenk.

Das Gelingen, das ist es, um was es mir von Herzen geht, dafür arbeite ich – unsichtbar für alle – intensiv, bin ständig in der Recherche nach weiterem Wissen, nach Möglichkeiten, verknüpfe verschiedene fachliche Disziplinen, habe kreative Einfälle, wache nachts auf und muss schreiben und gebe sie schließlich einfach verständlich weiter.

Wenn ich nach drei oder vier Wochen nach einer großen Elterninformationsveranstaltung von einer Schulleitung, einer Lehrkraft oder von Eltern eine Mail bekomme, in der steht, dass durch das Umsetzen einiger weniger konkreter Tipps die Kinder sich bereits positiv verändert haben – dann sitze ich mit Tränen und im Herzen berührt vor dem Bildschirm, die Zeilen wieder lesend und bin dankbar.

Ich fühle Dank und Demut in meinem Herzen, dafür, dass sich Lehrkräfte, Erzieher/innen, Eltern oder Entscheider die Zeit genommen haben, meine Informationen zu hören und einen Teil, den sie für sich passend mitnehmen auch beginnen umzusetzen. Ich bin dankbar dafür, dass ich das Leben von Kindern, die ich leider nie persönlich kennen lernen werde – und wenn, dann werde ich es nicht wissen, da zwischen mir und ihnen ihre Eltern, Lehrkräfte, Erzieher/innen, Therapeuten oder andere fachliche Betreuer oder Entscheider stehen, positiv verändern kann.

Wenn mir zum Beispiel während oder am Ende einer Fortbildung Lehrkräfte sagen, dass sie während meiner Ausführung das ein oder andere Kind, als wenn ich die Situation miterlebt hätte, beschrieben und ihnen in Zusammenhang damit sogar klare Informationen und Methodik aufgezeigt habe, wie es geht, dann berührt das mein Herz. Ich habe dann stets ein Bild vor Augen: mein persönliches Bild ist, dass jedes der Kinder deren Leben ich indirekt berühren darf, für mich wie ein Tanker ist, ein Tanker, der über die Weltmeere fährt. Und wenn es mir gelingt, dass ich diesen Tanker durch all mein Tun, Lesen, Referieren, Beraten, Konfrontieren, Aufzeigen und Darstellen, dass ich diesen Tanker um zwei oder drei Grad von 360 Grad neu ausrichte, dann wird dieser Tanker auf seiner Lebensfahrt über die Weltmeere an einem anderen – und ich bin mir sicher – besseren Ort ankommen. „Leider“ und „Gott sei Dank“ durfte ich dazu schon konkrete Fälle begleiten! Sie berühren mich noch immer und immer wieder!

Und genau das ist es, was mich treibt; ich bin für die Kinder unterwegs – und alle, die meine Fortbildungen und Vorträge buchen, besuchen, sich die Zeit nehmen, eine Veranstaltung ermöglichen, organisieren oder teilnehmen, all die – also Sie! – sind ebenfalls für die Kinder unterwegs – dafür bin ich von Herzen für die Kinder, die bei dieser Veranstaltung nicht anwesend sind, dankbar und getrieben.

Ich weiß, dass vieles gelingen kann, ich weiß, dass ich Eltern, Erzieher/innen und Lehrkräfte erreichen und berühren kann. Das wird mir gesagt. Mehr als zweieinhalb Jahrzehnte darf ich dies immer wieder erleben und erfahren – es gibt auch Seminare, in denen ich bei der ein oder anderen Schilderung von Fällen beginne zu weinen, WEIL es mich berührt, weil mir das Schicksal der Kinder so viel bedeutet.

Meine Seminare, meine Vorträge sind nicht immer leicht, ich lege den Finger auch in die Wunden, ich spreche an, um was es geht, ich zeige natürlich – wie jede Fortbildung – die problematische Situation auf, doch in allem ist es mir ein grundlegender Wesenszug, nicht problem-, sondern lösungsorientiert zu sein. Darum geht es, egal was es ist, aber nach gemeinsamer Zeit in Vortrag, Seminar oder Beratung muss etwas besser gelingen – und wenn es zunächst nur etwas Kleines ist – das ist der Anfang. Und ich weiß dann, dass sowieso noch mehr besser gelingen wird. Dazu brauche ich aber Mithelfer, das sind die Eltern, die Lehrkräfte, die ErzieherInnen, die Therapeuten, die Entscheider, die Träger, die Politiker, die Wirtschaft. Ich brauche Sie/sie alle und ich wünsche mir, dass wir alle wieder mehr zusammen helfen, denn dann gelingt uns mehr als wir uns vorstellen können. Es geht um den Menschen, es geht um unser tägliches Zusammensein, es geht um das Gelingen und die Begleitung unserer Kinder in ihre Zukunft – in ihr Leben und in ihr berufliches Dasein. Dafür haben wir Verantwortung – lassen Sie uns das miteinander umsetzen und ich weiß, wenn wir alle zusammen helfen, dass es und vieles mehr besser gelingt – das ist meine Erfahrung, mein Wissen, das ist mein Versprechen! Ich danke und verspreche Ihnen: es gelingt!

Herzlichst, Ihre Stephanie Ingrid Müller